Was unsere Kindheit heute noch beeinflussen kann.

Wenn du früh gelernt hast, dich anzupassen

Vielleicht hast du als Kind früh gelernt, genau hinzuhören.

Wie fällt die Haustür ins Schloss?
Wie klingt die Stimme von Mama oder Papa?
Ist heute gute Stimmung – oder besser nicht auffallen?
Kann ich jetzt etwas sagen – oder besser später?

Vielleicht war das für dich damals ganz normal.

Du hast dich angepasst.
Hast gespürt, wann du lieber ruhig bist.
Hast gemerkt, was von dir erwartet wird.
Und irgendwann vielleicht gar nicht mehr darüber nachgedacht.

Aber solche Erfahrungen können bleiben.

Nicht unbedingt als konkrete Erinnerung.

Sondern als Unsicherheit.

In dem schnellen Gedanken, etwas falsch gemacht zu haben.
In der Frage, ob jemand enttäuscht von dir ist.
Im Bedürfnis, Spannungen möglichst schnell wieder aus der Welt zu schaffen.
Oder darin, dich selbst zurückzunehmen, damit es für die anderen leichter bleibt.

Und darin kann auch eine Form von Trauer liegen.

Trauer darüber, dass du als Kind vielleicht nicht immer so sein konntest, wie du eigentlich warst.

Dass du Dinge nicht gesagt hast.
Dass du dich angepasst hast, obwohl du etwas anderes wolltest.
Dass Nähe manchmal davon abhängig schien, wie du dich verhältst.

Und manches davon begegnet uns später wieder.

Bei unseren Eltern, wenn wir noch immer in eine alte Rolle rutschen.

In Freundschaften, wenn wir Ja sagen, obwohl wir Nein meinen.

In einer Partnerschaft, wenn wir schweigen, weil wir Angst haben, etwas könnte zwischen uns zerbrechen.

Und manchmal sogar bei unseren eigenen Kindern.

Wenn wir plötzlich hören, wie wir einen Satz sagen, den wir selbst einmal gehört haben.

Oder merken, dass wir ihnen etwas ermöglichen möchten, was uns selbst gefehlt hat.

Unsere Kindheit entscheidet nicht darüber, wie wir heute leben müssen.

Aber sie kann erklären, warum sich manches so vertraut anfühlt – selbst dann, wenn es uns längst nicht mehr entspricht.

Und vielleicht gehört zum Erwachsenwerden auch die Frage:

Wo passe ich mich heute noch an, obwohl ich eigentlich längst anders leben möchte?


Was davon kennst du aus deinem eigenen Leben?
Wenn du mir dazu schreiben möchtest, freue ich mich über deine Nachricht.

Herzlichst
Anette

LebensBegleitung in Zeiten von
Abschied • Verlust • Veränderung und Neuorientierung

Anette Heimsch

LEBENimWANDEL_ATELIER
Anette Heimsch – LebensBegleiterin bei Abschied · Verlust · Veränderung und Neuorientierung

Manchmal verändert sich das Leben so sehr, dass nicht nur der Alltag ein anderer wird, sondern auch die Frage entsteht:

„Wer bin ich heute?“

An solchen Wendepunkten begleite ich Menschen – nach einem Abschied oder Verlust, mitten in einer tiefgreifenden Veränderung und bei der Frage, wie das eigene Leben von hier aus weitergehen kann.

Meine Arbeit findet vor allem im persönlichen Gespräch statt. Ich höre zu, frage nach, spreche an, was mir auffällt, und nehme mit dir gemeinsam in den Blick, was sich in deinem Leben, deinen Beziehungen und deinem Bild von dir selbst verändert hat.

Ich arbeite traumasensibel, ohne starre Konzepte und ohne die Erwartung, dass Veränderung geradlinig verlaufen müsste.

Je nach Anliegen können auch Schreiben, Atem, Bewegung oder EMDR-orientierte Elemente Teil der Begleitung sein.

Die Gespräche finden online oder in meinem LEBENimWANDEL_ATELIER in Waiblingen statt.

Anette Heimsch

https://amlebensfluss.de
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„Ich schaff das schon.“