KLEIN und UNSICHTBAR
Nicht gesehen wurde sie als das kleine Mädchen und jüngste Kind der Familie, das mit leuchtenden Augen vom Unterricht erzählte – während der Vater nur wissen wollte, was ihre 3 älteren Brüder wieder angestellt hatten.
Nicht gesehen wurde sie, als sie mit Auszeichnung ihre Bankausbildung abschloss – weil ein Zertifikat nicht gegen ein altes, angestaubtes Weltbild ankommt.
Nicht gesehen wird sie heute noch, wenn sie als erfolgreiche Frau, Mutter, Organisatorin eines ganzen Familienkosmos vor ihm steht – und er nur die „Tochter“ sieht, die seiner Meinung nach in die Küche gehört.
Und wo fühlst du dich nicht gesehen ?
Lass uns deinen Weg gemeinsam in die Sichtbarkeit gehen.
Ja, es wird dich Kraft und Mut kosten - am Ende des Tages kommst du jedoch Schritt für Schritt deinem ICH wieder näher.
Diese Abenteuerreise würde ich mir an deiner Stelle nicht entgehen lassen.
Trauer – der Raum hinter einem kleinen Wort
Trauer hat nur sechs Buchstaben – und doch trägt sie unermesslich viel Leid in sich. Kein Mensch kann sich ihr entziehen. Sie gehört zu uns, ob wir wollen oder nicht.
Doch wie gehen wir mit ihr um?
Wir versuchen oft, sie auszusitzen.
Wir begraben sie unter Arbeit, lenken uns ab, funktionieren weiter.
Wir schieben sie weg, drücken sie nieder, übertünchen sie mit Alltag, Lärm oder scheinbarer Stärke.
Aber Trauer lässt sich nicht dauerhaft verdrängen.
Sie brennt sich leise ein.